Viele Menschen, die ihm zum ersten Mal begegnen, finden den Rhodesian Ridgeback wunderschön und faszinierend - rein optisch. Der Ridgeback ist aber nicht nur ein schöner, sondern vor allem ein sehr anspruchsvoller Hund.

Bitte denken Sie vor Ihrer Entscheidung, einen Ridgeback zu adoptieren, ganz genau über die folgenden Fragen nach.

 

1. Sind Sie bereit, einen Hund als vollwertiges Familienmitglied zu integrieren?

Der Rhodesian Ridgeback ist ein Familienhund und möchte mit ihnen sein ganzes Leben verbringen (immerhin durchschnittlich 10-12 Jahre), er ist absolut ungeeignet für eine Ketten- oder Zwingerhaltung. Bedenken Sie bitte, Sie kaufen keine Sache sondern ein Lebewesen, das fühlt und Ihnen seine ganze Liebe und Zuneigung entgegenbringt. Sein Leben wäre gezeichnet, sollten Sie Ihre Entscheidung rückgängig machen.

 

2. Steht ihre gesamte Familie hinter der Entscheidung für einen Hund?

Stellen Sie bitte sicher, dass niemand in der Familie oder im engeren Umkreis an einer Tierhaarallergie leidet.

 

3. Haben Sie genügend Zeit? Sind Sie bereit, Ihren Hund artgerecht mit ständigem Familienanschluss zu halten und zu beschäftigen?

Der Ridgeback braucht neben viel Bewegung vor allem geistige Auslastung. Ohne entsprechende "Arbeit" wird Ihr Hund unausgeglichen und im schlimmsten Falle aggressiv. Können Sie sicherstellen, dass Ihr Hund am Tag nicht länger als ca. 3 Stunden allein ist (natürlich erst nach entsprechender Gewöhnung!)? Wer kümmert sich um Ihren Hund im Falle Ihrer Abwesenheit? (Urlaub, Krankheit usw.)

 

4. Sind Sie sich der hohen Ansprüche des Ridgebacks an seinen Menschen bewusst?

 Ridgebacks sind spätreife Hunde und oftmals erst mit 2-3 Jahren "richtig erwachsen". Auch haben sie zuweilen einen "eigenen Kopf" und "denken mit", so dass sie ihrem Besitzer oft viel Kraft, Energie und eine klare Führung abverlangen. Für die Erziehung eines Ridgebacks brauchen Sie eine gehörige Portion Geduld, Humor und Ausdauer, mit Härte ist hier gar nichts zu erreichen! Haben Sie dafür immer das nötige Verständnis?

 

5. Sind Sie sich dessen bewusst, dass der Ridgeback ein großer und kräftiger Hund ist?

 Ausgewachsene Rüden erreichen leicht fast 70 cm Schulterhöhe und wiegen über 40 kg. Sind Sie körperlich in der Lage, diesen Hund zu halten? Und können Sie mit der zunehmenden Hundefeindlichkeit in unserer Gesellschaft leben, die sich vor allem gegen die größeren Hunde richtet?

 

6. Sind Sie sich der Kosten, die auf Sie zukommen, bewusst?

 Ein Ridgebackwelpe kostet ca. 1.500 - 2.000 EUR, dazu kommen Kosten für Zubehör und laufende Kosten für Futter, Versicherung, Tierarzt, Hundesteuer - rechnen Sie mit rund 1.500 - 2.000 EUR pro Jahr, können Sie diese finanziellen Mittel aufbringen und sind sie bereit, diese für einen Hund auszugeben?

 

Wenn Sie für sich alle Fragen mit JA beantworten können, ist das eine entscheidende Voraussetzung für eine lange und glückliche Mensch-Hund-Beziehung. Sollten auch nur bei einem Punkt Zweifel bestehen, bitte entscheiden Sie sich für eine andere Rasse oder aber ganz gegen einen Hund, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Sie und Ihr Ridgeback werden sonst den gegenseitigen Ansprüchen nicht gerecht werden und nicht glücklich miteinander werden!